Ein Leben lang das Gefühl anders zu sein.
Es nicht in Worte fassen können.
Du fühlst dich fremd in dir.
Du hast das Gefühl ein Chamäleon unter vielen Normalos zu sein.
Du willst um jeden Preis dazugehören, aber intuitiv spürst du, du gehörst es nicht.
Du strengst dich an.
Du passt dich an.
Du zeigst vollen Einsatz und trotzdem versagst du.
Jedes Mal. Jeden Tag.
Du bist erschöpft. Du kannst nicht mehr.
Du willst nicht mehr.
Du fühlst dich leer.
Ausgebrannt.
Du bist mutig und holst dir Hilfe.
Alle sehen deiner Verzweiflung, aber keiner versteht,
wie es in dir wirklich aussieht.
Keiner kann dir wirklich helfen.
So richtig.
Alle sehen nur einen Teil von dir.
Du lächelst, obwohl dir zum Heulen zu Mute ist.
Du kämpfst. Machst. Tust.
Aber am Ende zahlt es sich nicht aus.
Du bist wieder nicht genug.
Mit deinem Wissen.
Deinen Stärken.
Deine Schwächen übernehmen die Oberhand.
Es ist mutig, die alten Pfade zu verlassen.
Aber du spürst – es ist soweit.
So kann es nicht mehr weitergehen.
Wieder scheitern.
Wieder aufgeben.
Hilfe holen.
Du bist erschöpft.
Du siehst in den Spiegel und fragst dich selbst,
wer du noch bist.
Wer du jemals warst.
Und wer du sein willst.
Die erste Maske fällt.
Dein Gegenüber erkennt dich.
Dein Zustand bekommt einen Namen.
Eine Diagnose.
All das, was du bisher glaubtest über dich zu wissen,
bekommt plötzlich einen neuen Sinn.
Ein neues Verständnis.
Für dein Umfeld hat sich nichts verändert.
Aber für dich ändert sich der ganze Blick auf deine Welt.
Auf deine Biografie.
Es ist ein Schock. Eine tiefe Trauer. Ein Ankommen.
Ein Verstehen.
Ein Anerkennen, warum.
Ein Ausatmen. Bei dir sein.
Akzeptieren, was kommt und begreifen:
Du gehörtest niemals zu der Welt, denn du bist anders als dein Umfeld.
Du darfst dich zeigen in all deinen Facetten.
Leben.
Atmen.
Du sein.
Dich lieben und akzeptieren, wie du bist.
Der Kampf um Akzeptanz hat ein Ende.
Denn du erkennst dich selbst.
Du spielst nicht mehr.
Du bist.
Sein.
Einfach du.
In all deinen Schwächen und auch Stärken.
Lebendig. Außergewöhnlich.
Du.