Alles rund um Neurodivergenz

Kategorie: Neurodivergenz

  • Ein Leben lang das Gefühl anders zu sein

    Ein Leben lang das Gefühl anders zu sein.

    Es nicht in Worte fassen können.

    Du fühlst dich fremd in dir.

    Du hast das Gefühl ein Chamäleon unter vielen Normalos zu sein.

    Du willst um jeden Preis dazugehören, aber intuitiv spürst du, du gehörst es nicht.

    Du strengst dich an.

    Du passt dich an.

    Du zeigst vollen Einsatz und trotzdem versagst du.

    Jedes Mal. Jeden Tag.

    Du bist erschöpft. Du kannst nicht mehr.

    Du willst nicht mehr.

    Du fühlst dich leer.

    Ausgebrannt.

    Du bist mutig und holst dir Hilfe.

    Alle sehen deiner Verzweiflung, aber keiner versteht,

    wie es in dir wirklich aussieht.

    Keiner kann dir wirklich helfen.

    So richtig.

    Alle sehen nur einen Teil von dir.

    Du lächelst, obwohl dir zum Heulen zu Mute ist.

    Du kämpfst. Machst. Tust.

    Aber am Ende zahlt es sich nicht aus.

    Du bist wieder nicht genug.

    Mit deinem Wissen.

    Deinen Stärken.

    Deine Schwächen übernehmen die Oberhand.

    Es ist mutig, die alten Pfade zu verlassen.

    Aber du spürst – es ist soweit.

    So kann es nicht mehr weitergehen.

    Wieder scheitern.

    Wieder aufgeben.

    Hilfe holen.

    Du bist erschöpft.

    Du siehst in den Spiegel und fragst dich selbst,

    wer du noch bist.

    Wer du jemals warst.

    Und wer du sein willst.

    Die erste Maske fällt.

    Dein Gegenüber erkennt dich.

    Dein Zustand bekommt einen Namen.

    Eine Diagnose.

    All das, was du bisher glaubtest über dich zu wissen,

    bekommt plötzlich einen neuen Sinn.

    Ein neues Verständnis.

    Für dein Umfeld hat sich nichts verändert.

    Aber für dich ändert sich der ganze Blick auf deine Welt.

    Auf deine Biografie.

    Es ist ein Schock. Eine tiefe Trauer. Ein Ankommen.

    Ein Verstehen.

    Ein Anerkennen, warum.

    Ein Ausatmen. Bei dir sein.

    Akzeptieren, was kommt und begreifen:

    Du gehörtest niemals zu der Welt, denn du bist anders als dein Umfeld.

    Du darfst dich zeigen in all deinen Facetten.

    Leben.

    Atmen.

    Du sein.

    Dich lieben und akzeptieren, wie du bist.

    Der Kampf um Akzeptanz hat ein Ende.

    Denn du erkennst dich selbst.

    Du spielst nicht mehr.

    Du bist.

    Sein.

    Einfach du.

    In all deinen Schwächen und auch Stärken.

    Lebendig. Außergewöhnlich.

    Du.

  • Eine neue Ära beginnt

    Eine neue Ära beginnt.

    Wachstum – anders sein.

    Die Zeit der Anpassung und des Verbiegens ist vorbei.

    Die Zeit der Individualisierung beginnt.

    JETZT.

    In diesem Moment.

    Du darfst sein.

    Du darfst sein.

    Du darfst sein, wie du bist.

    Es ist okay-

    Anders zu sein.

    Niemand darf dich mehr verbiegen.

    Niemand darf mehr sagen- du bist falsch.

    Du darfst sein.

    Deine Stimme

    Deine Worte 

    Deine Art

    Dein Verhalten 

    Du darfst sein

    Erhebe deine Stimme 🎤 

    Du darfst sein

    Du hast etwas wichtiges zu sagen

    Sag es jetzt!

    Du bist nicht (mehr) allein.

    Zu laut.

    Zu leise.

    Zu impulsiv.

    Zu empfindlich.

    Zu irgendwas.

    So wie du bist, bist du nicht richtig.

    Du passt nicht in die Welt von heute, von gestern, von morgen.

    Du gehörst nirgends dazu.

    Du fühlst dich allein.

    Unverstanden.

    Ungehört.

    Ungesehen.

    Missverstanden.

    Ausgeschlossen.

    Fremd.

    In einer Welt, die von Inklusion und Gemeinschaft spricht.

    Aber wo ist sie wirklich, wenn man sie braucht?!

    Dann ist niemand da.

    Niemand, der dich wirklich versteht.

    Der dich hält, wenn du am Ende bist.

    Wenn du überfordert bist.

    Wenn du nicht mehr weiterweißt.

    Wenn du schreien willst und innerlich weinst,

    und nach außen lächelst, weil es niemand weiß.

    Du weißt es nicht mal selbst.

    Du bist eine Lebenskünstlerin.

    Eine Lebenskämpferin.

    Du hast rebelliert.

    Mal laut.

    Mal leise.

    Aber immer auf irgendeine Weise.

    Gegen dich, die Gesellschaft, die Welt,

    Weil du nicht reinpasst in die „normale“ Welt mit neurotypischen Menschen.

    Du bist mehr.

    Du hast Ideen.

    Du hast sie im Kopf.

    Sie schaffen es nicht raus.

    Deine Gedanken blockieren dich.

    Du schaffst es nicht zu starten.

    Du schaffst es nicht dranzubleiben.

    Du schaffst es nicht sie zu beenden.

    Du brauchst den „Kick“.

    Das nächste Glücksgefühl.

    Doch hast du erstmal angefangen und bist im Flow – hält dich niemand auf.

    Du sprühst vor Energie.

    Du bist voll Power.

    Doch dann kommt irgendwann die Mauer.

    Jemand bringt dich aus dem Konzept.

    Schwupps ist das Feuer weg.

    Du strauchelst.

    Du tobst.

    Du explodierst.

    Dein Kartenhaus fällt in sich zusammen.

    Du weinst.

    Du brichst zusammen.

    Du wirst stumm.

    Du erstarrst.

    Vor lauter Anstrengung schläfst du erschöpft ein.

    Ein neuer Tag beginnt.

    Der Teufelskreis.

    Und wieder rennen deine Gedanken.

    Du siehst das Chaos.

    Du spürst die Unruhe.

    Du fühlst dich überfordert.

    Du liest.

    Du scrollst durch Instagram.

    Du hörst Musik.

    Die Nacht bricht herein.

    Du guckst auf die Uhr 

    Und stellst bitterlich fest:

    Du bist allein.

    Geschafft? Ja, von dem täglichen Kampf mit dir selbst.